Der MECB am 7. Juli 2019 im Sonntagsjournal auf Seite 1
und auf Seite 3
Auch die Nordseezeitung berichtet über den MECB
Der MECB in der Presse
© MECBremerhaven
Stand. 09.2021
NORDERLESEN  3 Donnerstag, 20. Februar 2020 Die neue Modelleisenbahn- anlage s o l l a u f über 1 K ilo m e t e r M i n i a - t u r g l e i s e e r w e i t e r t w e r d e n . D i e N e n n g r ö ß e „ H 0 “ b e s c h r e i b t b e i e u r o p ä i s c h e n M o d e l l b a h n e n d e n A b b i l d u n g s m a ß s t a b v o n 1:87 . Thomas Gottschalk, Horst Seehofer und Rod Stewart. Diese drei prominenten Herren haben im Pri- vaten die ganz kleinen Spielzeuge lieb. Sie alle verehren Modelleisenbahnen. So, wie auch der Bremerhavener Henk Veldkamp (68). Eine Lok, vier Wagen und ein Kreis aus Gleisen waren 1962 der Startpunkt für seine Freizeit-Leidenschaft Modelleisenbahn. Da war er zehn Jahre alt. Veldkamps Interesse für die winzigen Räder, Stromkabel und Figuren ist frisch wie am ersten Tag. Der Rentner steht mitten im neuen Heim des Modelleisenbahn-Clubs Bremerhaven in Speckenbüttel an der Langener Landstraße 226. Der 68-Jährige hat den Verein gegründet. Es liegt ein süßlicher Holzduft im Raum, Tische mit allerhand geputzten Miniaturgleisen, Zangen, Hämmer und aufgereihte, hüfthohe Stahlgestelle zieren die Raumseiten. „Hier wird gebaut und erweitert“, sagt Henk Veld- kamp – und geht zur Hauptattraktion seines Vereins, der sogenannten Paradestrecke. Auf rund neun Metern Länge haben die aktuell 20 Mitglieder im Verlauf der vergangenen 20 Jahre eine grüne Miniaturlandschaft mit Gleisen, Brücken, Wiesen und Straßen geschaffen. Alles im Miniaturmaßstab von 1:87. Einige hundert Meter Gleise hat Henk Veldkamp in vielen Freizeitstunden mitverlegt. Jeder im Club habe sein eigenes Talent im Modellbahnbau. „Einige sind besser beim Zusammensetzen der Gleise, anderen liegt wiederum mehr das Löten der Kabel“, erzählt Veldkamp. Mitglieder gestalten Modellanlage  Die ganze Anlage besteht aus Styropor, Pappkarton, Draht, Holzplatten und Stahlrahmen. Zusammengefügt, modelliert mit Gips, mit bunten Farben angestrichen, fühlt sich der Betrachter der Paradestrecke in das Panorama des Weserberglands versetzt: Camping unter der Eisenbahnbrücke, Bauern, die die Ernte einholen, Pferde auf der Koppel und eine stattliche Burg sind mit der Gleisanlage verbunden, die sich durch die Landschaft windet. Die Figuren aus Kunststoff sind oft nur so groß wie ein Daumennagel und wiegen nicht selten weniger als eine Centmünze. Fein wie Puderzucker, in grünen Textilfasern per Hand gestreut, erstrecken sich Wiesen und Wälder neben den Gleisen über die Modellbahn. Vor allem Details und feine Farbnuancen des nachgebauten Bergpanoramas spiegeln die Leidenschaft wider, mit der die Landschaft erschaffen worden ist. Die Steuerung der originalen Miniaturloks und Wagen auf den Gleisen der Modellbahn sind Veldkamps Spezialgebiet. „Ich bin nicht der große Künstler mit Pinsel und Farbe. Ich bin eher ein Techniker, der überwacht, dass die Modell- bahnen elektrisch fahren können“, verrät der 68-Jährige. Das komme nicht von ungefähr, sagt der gelernte Diplom-Ingenieur schmunzelnd, wo- bei er mit der Hand über seine Lieblingslok streicht. Nach dem Studium hat er im Bereich der Zugsicherung und Bahnautomatisierung gearbeitet. Rund 200 Miniloks und dazu passende Wagen gehören zum Verein. Gefahren werden diese per Transformator unter zwölf Volt Spannung auf der Modellanlage. Liebhaber bezahlen für ausgefallene Modelleisenbahnen pro Stück gern mal 400 Euro. „Ein nicht ganz billiges Hobby“, sagt Henk Veldkamp. Die Auswahl an Modellbahn-Herstellern in Europa ist groß. Rund 40 bis 50 Entwickler sorgen mit großen Stückzahlen und ebenso limitierten Sammlerauflagen für ständigen Nachschub. Metallbau, Elektrotechnik und Kreativität spielen für Henk Veldkamp neben der Freude an den handgroßen Zugnachbildungen eine wichtige Rolle. Für sein Hobby hat er auch seinen Sohn Alexander begeistern können. „Es geht auch darum, die Natur draußen, im Modell drinnen mit anderen Augen zu sehen“, so Veldkamp. Immer an der Seite ihres Mannes ist Ehefrau Ulla. Sie teilt seine Modellbahn-Leidenschaft. Aber bei ihr ist es nicht so sehr die Technik, die sie begeistert. Die 69-Jährige kümmert sich um die Vereinsorganisation. „Ja, Modelleisenbahnfahren ist eher so ein Männerding“, sagt sie. Die Freude an den Modellen verbindet verschiedene Altersgruppen in dem Verein, der seit 1982 besteht. „Zehn neue Mitglieder sind seit Jahreswechsel hinzugekommen“, so Ulla Veldkamp. Die meisten Vereinsmitglieder seien zwischen 40 und 60 Jahren alt, aber der jüngere Nachwuchs sei auf dem Weg, erzählen die Veldkamps. Dreimal wöchentlich treffen sie sich zum Schna- cken und Modellbau in geselliger Runde im Vereinsheim. Neues Vereinsheim bietet mehr Platz  Vor acht Monaten ist der Verein aus dem alten Domizil in Bremerhaven-Mitte ins neue Vereinsheim nach Speckenbüttel umgezogen. Es war ein Wechsel mit vielen Vorteilen. Vor allem in Sachen Platz hat sich das ausgezahlt. Die Fläche, die die Modellbauer nun zum Tüfteln zur Verfügung haben, hat sich verdoppelt. Auf künftig 100 Quadratmetern sollen vor allem die Besucher die Möglichkeit haben, in die handgefertigte Welt im Miniaturmaßstab einzutauchen. Die Zwölf-Volt-Passion  Henk Veldkamp ist gebürtiger Berliner und lebt seit 40 Jahren in der Hafenstadt. Hier gründete er mit Enthusiasten vor über drei Jahrzehnten den Modelleisenbahn-Club Bremerhaven. Seine Leidenschaft für Technik in Miniaturausgabe brachte er aus der Hauptstadt mit, wie auch seine Frau Ulla, die mit ihm das Hobby teilt. VON ARND HARTMANN (TEXT UND FOTOS) Henk Veldkamp vom Bremerhavener Modelleisenbahn-Club prüft die Funktion seiner verschiedenen Modelleisenbahnen. Viel Elektronik steckt hinter der Steuerung der Modellzuganlage: Gesteuert wird 1 sie mit 12 Volt Gleichspannung. Die Lieblingsmodelleisenbahn von Gruppenleiter Henk Veldkamp ist eine Dampflok 8201 vom Hersteller Roco. Die Krönung der Paradestrecke des Vereins bildet die hoch oben thronende Burg über den Bahngleisen. Der kunstvoll gestaltete Campingplatz unter der Gleisbrücke ist ein Hingucker auf der Modellanlage des Vereins. Henk Veldkamp und Frau Ulla sind der Faszination für die Miniatureisenbahnen seit vielen Jahren treu. T Es geht auch darum, die Natur draußen, im Modell drinnen mit anderen Augen zu sehen. Henk Veldkamp » « A u f rund 9 Metern Länge fahren die Model l - b a hne n a u f d er Paradestrecke d e s V e reins. Insgesamt 20 M i t g l ieder z ä h l t d er M o d e l l e i senb a h n- C l u b B r e m er h a ven a k t u e l l . R u n d 200 M i n i a t urfahrzeug e aus L o k s u n d W a g e n g e h ö r e n z u m B e s t a n d d e s V e r e i n s . STADT BREMERHAVEN 15. September 2019 SONNTAGSjOURNAL in erstes Etappenziel hat der Modelleisenbahn-Club Bre-merhaven (MECB) erreicht: „Unser Anlagen-gestell ist auf 12,50 Meter gewachsen, und wir haben die Paradestrecke mit einer Länge von neun Metern draufgesetzt“, berichtet MECB-Gruppenleiter Henk Veldkamp. Die Paradestrecke war ein zentrales Element der Anlage am alten Standort des Clubs. Auf ihr können 4,50 bis 5 Meter lange Züge in voller Länge fahren. Jetzt bildet die Strecke den Grund-stock für die neue L-förmige Anlage, die in den neuen Räum-lichkeiten des Vereins in der Langener Landstraße 226 in Spe-ckenbüttel entsteht. 100 Qua-dratmeter groß soll sie werden und voll begehbar. Als Modell existiert sie bereits und zeigt, was alles noch kommt: ein gro-ßer Bahnhof mit mehreren Gleisen und ein Bahnbetriebs-werk mit Doppeldrehscheibe, unterirdischen Fahrstrecken und natürlich sehr viel Landschaft vom Flachland bis zum Gebirge mit interessanten Details und kleinen Spezialeffekten, bei-spielsweise einem brennenden Finanzamt. Liebhaber von Miniaturbahnen können sich am Sonntag, 22. September, von 11 bis 17 Uhr, über die Pläne infor-mieren und die Paradestrecke in Aktion erleben.  E Dann lädt der MECB zu einem Tag der offenen Tür in seine neuen Räumlich-keiten ein. Dabei soll auch das Modell für die neue Anlage im Maßstab 1:10 vorgestellt werden. Der Eintritt ist frei, es gibt die Möglichkeit, Kaffee und Kuchen zu kaufen. Bis die Anlage fertig ist, werden aller-dings Jahre vergehen. „Fertig wird man sowieso nie, weil es im-mer neue Pro-jekte gibt“, sagt Veldkamp. Dafür können Modell-bahnfreunde die Baufortschritte begleiten – und bekommen im- mer etwas Neues zu sehen. „Im November starten wir mit unserem Fahrbetrieb“, kündigt Veldkamp an. Weitere Infos und ein Bautagebuch, gibt es im Internet. www.mecbremerhaven.de FOTO: BOHN Zugverkehr auf  der Paradestrecke Modelleisenbahner laden zum Tag der offenen Tür ein
Der MECB am 15. September 2019 im Sonntagsjournal
5.	September2021SONNTAGSjOURNAL GrundlagefürdenAusbau bildetenzweineueStahlge-stelle,aufderneueAnlagen-teileaufgebautwerden konnten.UnddieVorarbeit vonGruppenleiterHenk VeldkampundseinerFrau Ulla,dieauchwährendder Corona-Zwangspausetätig waren:„Wirhabenallesdas gemacht,wozumansonst nichtkommt“,sagtUlla Veldkamp.Dazugehörtene-benPapierkramauchgründ-lichesAuf-undEinräumen. „EinigesistvomUmzuglie-gengeblieben,zudemhaben wirneueTeilebekommen“, berichtetUllaVeldkamp. Einesdavonkommtjetzt besonderszurGeltung:ein Bahnbetriebswerk.Eigentlich wolltendieModellbauerbe-reitsihrselbstgebautesBe-triebswerkfertighaben–ein NachbaudesBahnbetriebs-werksinHamburg-Altona, das1982seinenBetriebein-gestellthat.DasBesonderean dieserAnlage:eineDoppel-drehscheibe.Dochdieses ProjektwurdevomCoronavi-rusgestoppt.„Wirhabenes jetztersteinmalzurückge-stellt,bisdieganzeAnlage fertigist–frühestensindrei Jahrenmachenwirdamitwei-ter“,sagtHenkVeldkamp. FürDampf-undDieselloks ZumGlückfürdieModell-bahnerbefandsicheinkom-plettesBahnbetriebswerkin einemNachlass.Dieseswird jetztindieAnlageintegriert, bisdieeigenefertiggestelltist. AlsPlatzhalterwillHenk VeldkampdasModuljedoch nichtbezeichnen–dazusei esvielzuschön.„Eshat nichtnureineDrehscheibe, sondernaucheineSchiebe-bühne.Deswegenistesfür Dampf-undDieselloksgeeig-net“,schwärmter. DochdieAnlagenteile wurdennichtnuraufdie Stahlteilegebaut,sondern auchdarunter–imsoge-nanntenSchattenbahnhof. AuchhierkönnenBesucher jetztallessehen.Aufinsge-samt12,50MeterLängeha-bendieModellbauerSicht-fensterangebracht.„Möglich wurdedasdurchdieUnter- stützungdurchdasFörder-programmWin(Wohnenin Nachbarschaften)“,erzählt HenkVeldkampdankbar. ÜberdemSchattenbahn-hofnimmtindessenderneue HauptbahnhoflangsamFor-menan.„MehrereSegmente wurdengleistechnischfertig-gestellt“,erzähltderGrup-penleiter.Zudemwurdedas großeBauteilmitderbereits bestehendenParadestrecke verbunden,sodassdie L-FormderGesamtanlage bereitssichtbarist.Fürden HauptbahnhofhatHenk Veldkampbereitseineweite-reIdee–einenArkadengang mitGeschäften:„Undhier könnensichdannquasiech-teGeschäfte,einmieten‘.Das heißt,wirgestaltendaskleine GeschäftsowieseinVor-bild.“DochdieseIdeeist nochZukunftsmusik. Greifbareristdagegenein weiteresTeilprojekt:dieDigi-talisierungeinesTeilsderAn-lage.„Wirwerdenabernicht komplettdigitalisieren,weil vieleunsereMitgliederanalo-geFahrzeugefahrenlassen wollen“,erläutertHenkVeld-kamp.Dochdiesogenannte Nebenbahnsolleinedigitale Steuerungbekommen.Dort entstehtauchdieOrtschaft Neuffen.Undauchdie S-Bahn-Strecke–aufder aucheinNordwestbahn-Triebwagenverkehrt–solldi-gitalisiertwerden. UndnocheineIdeehaben dieModellbauer.EinGleis sollzurMuseumsstreckewer-den.„Dortkönnenwirdann auchganzbesondereFahr-zeugezeigen“,sagtHenk Veldkamp. Jetzthoffendie21Mitglie-der,dasssieihrWerkam FahrtagimNovembereiner größerenÖffentlichkeitprä-sentierenkönnen.„Unsere Fahrtageimvergangenen JahrundauchzuKarfreitag indiesemJahrsindjaleider ausgefallen“,bedauertUlla Veldkamp. Auchfürdiekommenden JahregibtesnocheineMen-gezutun.Immerhin1000 Quadratmetergroßsolldie fertigeGesamtanlagewerden. DieZügerollenwieder NachCorona-Pause:Modelleisenbahn-ClubvergrößertseineAnlage VONCHRISTOPHBOHN   SPECKENBÜTTEL.NeunMonate langstandbeimModell-eisenbahn-ClubBremerhaven (MECB)allesstill.SeitJuliar-beitendieMitgliederdesClubs wieder–undsindmitihrerAn-lageinSpurweiteH0eingro-ßesStückweitergekommen.In PlanungistaucheinFahrtag EndeNovember,beidemder nächsteBauabschnittvorge-stelltwerdensoll. .................................................................................................................................... ›DerModelleisenbahn-Club Bremerhaven(MECB)sucht nochweitereMitstreiter.Be-sonderswünschtsichderClub solchemitModellbahn-Erfah-rungfürdieBereicheTechnik, AnlagenbauundLandschafts-gestaltung.Derzeittrifftsich derClubwöchentlichdiens-tagsunddonnerstagsab19 Uhrsowiesonntagsab10Uhr inseinenRäumenander LangenerLandstraße226. WeitereInfos:Tel.0471/82459. www.mecbremerhaven.de llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll »EshatnichtnureineDrehscheibe,  sondernaucheineSchiebebühne.« HenkVeldkamp(MECB)überdasBahnbetriebswerk, dasdieModelleisenbahnerauseinemNachlasserhaltenhaben HenkVeldkampistfasziniertvomBahnbetriebswerk,dasderModelleisenbahn-ClubBremerhavenauseinemNachlasserhaltenhat.Dieses sollvorerstindieAnlageintegriertwerden,bisdaseigeneBetriebswerkfertigist. FOTO:BOHN lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll
Der MECB am 5. September 2021 im Sonntagsjournal auf Seite 1 und 4
WährenddesLockdowns fuhrkeinZug–zumindest nichtbeimModelleisen-bahn-ClubBremerhaven (MECB).Dochdasistjetzt anders,dieModellbauer startenwiederdurch– undhabenihreAnlageer-weitert. StadtBremerhaven Seite4 Modellanlageistgewachsen
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7. Juli 2019 SONNTAGSjOURNAL „Es ist ein Glücksfall für uns“, sagt der 67-Jährige. Bodenbe-läge wurden in dem großen Geschäftsgebäude vorher ver-kauft, das Vereinsmitglied Hans Jörg Mende gehört. Und hier kann sich der MECB ausbreiten – zumindest auf ei-nem Teil der insgesamt 260 Quadratmeter. „Auf dem Rest sollen zwei weitere Modell-baugruppen tätig werden“, sagt Henk Veldkamp. Doch auch wenn es ein Zentrum für den Modellbau werden soll: „Der MECB bleibt als Gruppe selbstständig, und der Name bleibt erhalten“, betont der Gruppenleiter. Der MECB ist eine Frei-zeitgruppe der Stiftungsfami-lie Bahnsozialwerk und hat derzeit 20 Mitglieder. Sie be-steht seit nunmehr 36 Jah-ren. Ursprünglich hatte der MECB sein Domizil in Mit-te, in der Grenzstraße. „Dort hatten wir eine 40 Quadrat-meter große Anlage – aber leider keinen Platz, um uns zu erweitern“, sagt der 67-Jährige. Besucher hätten be-reits bemängelt, dass es nichts Neues mehr gebe. Das soll sich nun ändern. In dem neuen Gebäude an der Langener Landstraße ist derzeit nur der MECB tätig. Große Teile der Anlage selbst stehen noch in Einzel-teile zerlegt herum, aber es sind bereits einige Metall-streben zu sehen, und auf dem Fußboden liegen Mar-kierungen. Henk Veldkamp hat die fertige Anlage schon vor Augen und kann sie auch zeigen – als Modell aus Styropor und Pappe im Maßstab 1:10. Es hat einen kompletten Gleisplan und kann sogar geöffnet werden, um die darunter liegenden „Schattenbahnhöfe“ zu zei-gen. Dort werden derzeit in-aktive Züge geparkt. Der Be-reich sorgt auch dafür, dass es einen Rundlauf gibt. Aus drei großen Attraktio-nen soll die neue Anlage be-stehen. „Einen Teil davon nimmt unsere Paradestrecke ein. Die mussten wir zerle-gen, um sie hierher zu schaf-fen“, sagt Henk Veldkamps Frau Ulla, die selber im MECB aktiv ist. Und Henk Veldkamp freut sich darüber, dass die Strecke komplett in die neue Anlage integriert wird: „Hier können 4,50 bis 5 Meter lange Züge in voller Länge fahren“, sagt er mit leuchtenden Augen. Die Pa-radestrecke soll die lange Strecke der L-Form bilden. Die beiden anderen Teile werden ebenfalls Hingucker: ein großer Bahnhof mit mehreren Gleisen und ein Bahnbetriebswerk. „Dabei handelt es sich um eine Doppeldrehscheibe, bei der die Einzelscheiben in-einandergreifen“, schwärmt Henk Veldkamp. Und für dieses Bauwerk gibt es ein konkretes Vorbild: das Bahnbetriebswerk in Ham-burg-Altona, das 1982 sei-nen Betrieb einstellte. „Das wollen wir möglichst detail-getreu nachbauen“, sagt Henk Veldkamp und zeigt auf ein Holzbrett, auf dem die Doppeldrehscheibe be-reits montiert ist, darunter ein Plan aus Altona. „Wir haben versucht, die Original-pläne zu bekommen. Aber die gibt es leider nicht mehr“, bedauert er. Brennendes Finanzamt Ansonsten handelt es sich um reine Fantasielandschaf-ten, die auf der neuen Anlage dargestellt werden: Vom Flachland bis zum Gebirge ist eine Menge dabei. Und die Anlage soll sich zukünftig auch leicht verändern kön-nen. „Wir legen Teile in Mo-dulbauweise an, sodass sie leicht ausgetauscht werden können“, sagt Henk Veld-kamp. Und zudem soll es im-mer wieder kleine Details ge-ben, sei es ein brennendes Fi-nanzamt, Schweißarbeiten im Bahnbetriebswerk oder die Kleingartenanlage – alles mit entsprechenden Effekten. Erstmals werden Besucher rund um die Anlage gehen können. „Das war vorher nicht so. Da gab es nur einen Besuchergang in der Mitte“, sagt Ulla Veldkamp. Jetzt ist genügend Platz. Besucher können stehen bleiben, ohne andere zu behindern, und rollstuhlgerecht ist es auch noch. Und die Gäste werden zudem Einblicke in die Un-terwelt der Anlage bekom-men. „Wir werden Glas-scheiben einbauen“, ver-spricht Henk Veldkamp. Be-trieben wird die Modellei-senbahn vom Wartungsgang in der Mitte der Anlage. Steuerung teils automatisch Gefahren werden soll teils automatisch, teils per Hand. „Wie die Automatik aussehen wird, müssen wir noch schauen. Entweder gibt es ei-ne eigenständige Anlage oder einen Computer“, sagt Henk Veldkamp. Mit diesen Din-gen kennt er sich aus, immer-hin hat er für eine Firma ge-arbeitet, die sich mit Bahnbe-triebstechnik für ICE be-schäftigt hat. Doch seine Lie-be für Modelleisenbahnen ist viel älter: „Ich habe als Junge ein Einstiegsset in HO be-kommen. Daraus ist mit der Zeit mehr geworden“, erin-nert sich der 67-Jährige. Sein Lieblingsstück sei ei-ne Dampflok 18201 von Ro-co, verrät er. Seine Anlage im Dachgeschoss sei mit 13 mal 6 Metern eher beschei-den, meint er. Wie gut, dass er bald die große Anlage in Speckenbüttel zur Verfügung hat. Dort lassen die Vereins-mitglieder neben den Club-eigenen Bahnen dann auch ihre eigenen fahren. Doch bis die neue Anlage ganz fertig ist, wird es wohl drei bis vier Jahre dauern, schätzt Henk Veldkamp. Doch das sei gut für die Be-sucher: „So gibt es immer et-was Neues zu sehen.“ Am 22. September will der MECB seine neuen Räume an einem Tag der offenen Tür vorstellen – mit einem Teil der Anlage und seinen Plänen. Und wer immer über Baufortschritte informiert sein möchte, kann das Bau-tagebuch auf der Homepage lesen.www.mecbremerhaven.de Modellbau: Bremerhavener Gruppe baut in Speckenbüttel eine 100 Quadratmeter große Anlage Doppeldrehscheibe lässt Augen  von Eisenbahnfans leuchten VON CHRISTOPH BOHN  SPECKENBÜTTEL. Es ist wohl der Traum eines jeden Modelleisen-bahn-Fans: eine 100 Quadratmeter große Anlage in L-Form. Henk Veldkamp verwirklicht derzeit diesen Traum. Er ist Gruppenleiter des Modelleisenbahn-Clubs Bremerhaven (MECB), und dieser be-zieht derzeit seine neuen Räume an der Langener Landstraße. Dort wird der Fahrbetrieb in Spur HO und Gleichstrom aufgebaut. Im September wollen die Modelleisenbahner schon einen Teil der Anlage präsentieren – bei einem Tag der offenen Tür. Im Modell können Ulla und Henk Veldkamp die neue Anlage schon vorführen. Im Hintergrund ist das Kernstück des neuen Bahnbetriebswerks zu sehen: eine Doppeldrehscheibe. FOTOS: BOHN llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll »Es wird immer etwas Neues  zu sehen geben.« Henk Veldkamp, MECB Hingucker werden auch einige markante Gebäude sein. .................................................................................................................................... › Der MECB sucht ständig neue Mitglieder, die sich beispiels-weise für Elektro, Landschafts-bau und Modellbau interessie-ren. Clubtreffen sind dienstags und donnerstags ab 19 Uhr und sonntags ab 10 Uhr. Kon-takt: Tel. 0471/82459.
Eine Freizeitgruppe der Stiftung Bahn-Sozialwerk (BSW)